Die 10 Grundsätze um sich von emotionalen Essen zu befreien

Aktualisiert: Mai 12

Leidest du auch unter emotionalen Essen, Binge Eating oder kannst dich du bei Heißhunger einfach nicht mehr kontrollieren? Dann helfen dir die 10 Grundsätze, um dich zu befreien.

Bevor ich auf die 10 Grundsätze eingehe, möchte ich kurz zusammenfassen was Emotionales Essen in meinen Augen ist.


Befreiung Emotionales Essen und Binge Eating


Was ist Emotionales Essen?

Es ist das Verhalten, wenn wir nicht aufhören können zu essen, obwohl wir bereits satt sind oder wenn wir ganz ohne Hunger essen. Wir essen gegen Stress, damit wir uns besser fühlen, weil wir uns belohnen,.


Langfristig bedingt das jedoch Übergewicht oder wir gewöhnen uns ein streng kontrolliertes Essverhalten an, um nicht zu zunehmen. Üblicherweise versuchen wir dann das Übergewicht oder unser aktuelles Gewicht mit einer Diät zu regulieren. Damit beginnt der Teufelskreis. Denn eine Diät ist für den Körper nichts anderes als Stress, auf den das Gehirn automatisch mit dem Wunsch nach Zucker reagiert. Wenn aber Diäten genau das Gegenteil dessen bewirken, was wir uns eigentlich wünschen, wie können wir das emotionale Essen stoppen und wieder frei leben?


Um dem entgegenzuwirken, gilt es, die zentralen Stressfaktoren an ihren Wurzeln zu packen und herauszufinden wonach wir wirklich hungern. Denn der Hunger ist nur die Sehnsucht nach Erfüllung und der innere Wunsch unsere Gefühle zu fühlen.


Damit du dich von emotionalen Essen und Binge Eating befreien kannst, habe ich dir meine 10 Grundsätze zur Befreiung zusammengefasst. Diese Grundsätze basieren auf meinen Erfahrungen, wie ich mich nachhaltig geheilt habe.


1. Entscheidung treffen

Triff eine Entscheidung und zwar endgültig dafür keine weitere Diät zu machen.

Beende deine Diät sowie alle dazugehörigen Einschränkungen von Lebensmitteln, die nicht aus gesundheitlichen Zwecken notwendig sind. Ich weiß wie schwer es sich von der Kontrolle zu trennen - die Angst vor dem Zunehmen ist so schmerzhaft. Es gibt Momente da möchtest du wieder die schnelle Lösung zu deiner Traumfigur, aber es wird nicht funktionieren. Alleine die intuitive Ernährung mit einer therapeutischen Begleitung durch Aufarbeitung von alten Wunden inkl. Arbeit mit dem Körper, ist der einzige Weg zur Heilung. Erst die vollständige Aufgabe von vermeintlichen Essensregeln nimmt dir den vermeintlichen Zauber und den Lust von Lebensmitteln, die deine Heißhungerattacken auslösen. Du lernst deinen Körper wieder zu vertrauen und für ihn zu sorgen und dann wirst du auch letztendlich auch abnehmen. Aber das wird nicht mehr deine höchste Priorität sein.


2. Schließe Frieden mit dem Essen

Beende den Kampf mit dem Essen. Erteile dir eine bedingungslose Erlaubnis zu essen und fühle dich nicht schuldig wenn du isst. Jedes Verbot kann das Gefühl der Entbehrung hervorrufen und zu Heißhungerattacken führen. Ich verspreche dir: wenn du keine Verbote mehr hast, wird das Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln weniger. Das Verlangen wird wahrscheinlich sogar ganz verschwinden. Tipp: Jedes Schuldgefühl beim Essen ist ein Indiz, dass du dir noch nicht die bedingungslose Freiheit bei der Auswahl deiner Lebensmittel gegeben hast.


3. Keine Bewertungen mehr

Unterteile deine Lebensmittel nicht in gute oder schlechte Lebensmittel. Vergiss alte Diätregeln und esse worauf du wirklich Hunger hast! Nur wenn du das isst, was du wirklich brauchst kannst satt und zufrieden werden. Hast du eine Reihe an Regeln aus vergangenen Diäten, die immer noch Unterbewusst in die verankert sind? z.B. “Kohlenhydrate am Abend sind verboten“ oder “Fett macht fett“? Wahrscheinlich hast du auch eine Reihe an Lebensmittel, die kategorisch als ungesund einstufst bzw. die du lange aus Abnehmgründen nicht mehr gegessen hast!? Bei mir waren es Brot, Nudeln, Bananen, Joghurt mit mehr als 1,5% Fett. etc.

Welche Regeln laufen bei dir noch unterbewusst ab?


4. Honoriere deinen Hunger

Dein Hunger ist dein Freund und sagt dir wann du Nährstoffe benötigst. Kein Diät Guru auf dieser Welt hat die Weisheit deines Körper und weiß wann dein Körper Nährstoffe benötigt. Du darfst dir wieder die Erlaubnis geben bei Hunger zu essen. Jahrelang haben wir unsere Körpersignale ignoriert und nicht gegessen. Es ist wirklich wichtig bei Hunger zu essen und nicht zu lange zu warten - sonst entsteht Heißhunger. Die Unterdrückung von Hunger führt immer zu Heißhunger und der Heißhunger führt zum Überessen. Daher ist es essentiell wieder den richtigen Zeitpunkt des Essens zu erkennen. Gib dir Zeit dafür - es ist ein Lernprozess.


5. Iss erst, wenn du hungrig bist

Lerne zu entscheiden, wann du wirklichen körperlichen Hunger hast. Warte auf klare Signale deines Körpers. Nur wenn du hungrig bist, kannst du auch ein Sättigungsgefühl spüren. Weißt du wie sich Hunger für dich anfühlt? Knurrt dein Magen, bekommst du Kopfschmerzen oder fühlst du dich schwach? Hungersignale fühlen sich für jeden Menschen anders an. Du darfst diese auf eine achtsame Art und Weise erforschen. Frage dich auch, ob du wirklich körperlichen Hunger hast oder ist es wieder der Heißhunger, der sich bei dir meldet? Auch das wirst du Schritt für Schritt wieder neu erlernen.


6. Iss achtsam und genussvoll

Esse dein Essen mit voller Achtsamkeit d.h. ohne jegliche Ablenkung am Tisch. Geniesse jeden Bissen langsam und mit deiner vollen Aufmerksamkeit.

“Und zack war der Teller leer.“ Kennst du das?

Meistens sind wir beim Essen so abgelenkt, dass wir unsere eigentliche Tätigkeit - DAS ESSEN - gar nicht mehr wahrnehmen. Von Genuss kann hier keine Rede sein. Dabei ist das Essen doch das, was wir so sehr lieben!? Damit du ein intuitiver Esser wirst, solltest du achtsam und genussvoll eine Mahlzeit zu dir nehmen. Lege dein Handy weg, mache den Fernseher aus - vermeide jeden Einfluss von außen. Konzentriere dich auf den Geschmack, auf die Konsistenz und kaue jeden Bissen so oft wie es dir möglich ist. Nur dann kannst du dich auch auf Grundsatz 5 und 7 konzentrieren.


7. Höre auf zu essen, wenn du satt bist

Respektiere deinen Körper und deine Körpersignale. Höre auf zu essen, wenn du satt bist. Verinnerliche, dass du jederzeit weiter essen kannst - wenn du hungrig bist.

Versuche wie beim Grundsatz 5 auch hier deine Körpersignale zu spüren und zu respektieren. Spüre beim Essen immer wieder in dich hinein! Frage dich: habe ich noch Hunger? Ist der nächste Bissen schon zu viel und wie fühlt sich mein Magen an? Manchmal neigen wir zu viel zu essen, weil es so gut schmeckt. Aber immer wenn du über deinen Hunger isst, entscheidest du dich gegen DICH. Gegen Dich und dagegen für dich selbst zu sorgen.


8. Iss Lebensmittel, die dir guttun

Lerne darauf zu achten, welche Lebensmittel dir wirklich gut bekommen. Begegne dir dabei mit Selbstfürsorge, Achtsamkeit und deiner eigenen Intuition. Dieser Grundsatz erfordert wieder viel Achtsamkeit. Weißt du wirklich was dir guttut? Wenn nicht, solltest du es herausfinden. Nach jedem Essen kannst du für dich festhalten, wie es dir geht. Fühle ich mich gut? Habe ich Probleme mit der Verdauung? Bin ich müde? Das sind Fragen, die dir helfen können. Wichtig ist, dass du nur Lebensmittel ausschließt, weil du es willst und aus Selbstfürsorge für dich. Denn ein Ausschluss mit dem Gefühl der Entbehrung kann Essanfälle verursachen.


9. Tracke deine Lebensmittel nicht mehr

Benutze keine Apps mehr zum Kalorien zählen. Beende auch das unterbewusste Berechnen deiner Kalorien. Erst dann kannst du lernen deinem Körper zu vertrauen und dich von deiner Diätmentalität befreien.

Hier geht es um das unbewusste Zählen von Kalorien, Punkten, Makros/Mikros und alle anderen Arten. Ebenso zähle ich das unterbewusste Ausgleichen unserer bisherigen Mahlzeiten durch

(Sport-)Aktivitäten dazu. Jede unterbewusste Handlung zum Ausgleich deiner Kalorien deuten auf ein ungesundes Essverhalten hin. Also lösche jegliche Tracking-Apps, Regeln in deinen Kopf und beende den Sport zum Ausgleich deiner Kalorien.


10. Nutze Essen nicht als Ersatz

Gib deinem Körper was er wirklich benötigt und kompensiere deine Gefühle nicht mit Essen. Eine tiefgründige Heilung deiner Blockaden ist notwendig, um ein an den wirklichen Bedürfnissen des Körpers orientiertes Verhältnis zur Nahrungsaufnahme zu entwickeln.

Wie kannst du vorgehen? Reglementierende Maßnahmen auf der Verstandsebene werden nicht helfen. Kognitiv wissen wir was gesund oder ungesund ist, aber wir greifen trotzdem zur Schokolade statt zum Obst. Gefühle und Verstand liegen nicht auf derselben Ebene. Erst wenn wir unsere Gefühle bearbeiten und unseren wirklichen Hunger hinter dem emotionalen Essen füttern, ist eine vollständige Auflösung des Problems möglich. Ich habe durch die Aufarbeitung von alten Traumata, der Heilung von alten Wunden durch die Umprogrammierung meines Unterbewusstsein und der Emotionsarbeit einen Weg raus aus dem emotionalen Essen gefunden. (Werte dich nicht herab, wenn du psychische Traumatisierungen erlebt hast - denn jeder von uns hat kleinere oder größere Traumata in seinen Leben erfahren.) Die Identifikation meiner Bestimmung war dann letztendlich das letzte Puzzlestück, welches ich benötigt habe um meine wirklichen Bedürfnissen zu erkennen. Erst wenn ich weiß was ich brauche, kann ich damit meinen eigentlichen Hunger füttern.



Brauchst du Unterstützung bei der Umsetzung? Dann besuche meine Website oder schreib mir doch einmal eine Email an: info@feel-complete.de




Alles Liebe Friederike





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