Negative Glaubenssätze, die dein natürliches Essverhalten sabotieren und wie du sie auflöst.

Aktualisiert: Mai 12



Woher stammen deine Glaubenssätze?

Die meisten unserer Glaubenssätze stammen aus der Kindheit. Bis zum Alter von 7 Jahren befinden sich Kinder im sogenannten Theta Zustand. Dieser Zustand ist ein Dämmerungszustand und entspricht der Gehirnfrequenz einer Hypnose. Unsere Erfahrungen, die Meinungen und Einstellungen unserer Eltern und unserer unmittelbaren Umgebung beeinflussen das Unterbewusstsein. Dazu benötigt es 1-25 Wiederholungen bis etwas als wahr empfunden wird. Erwachsene sind die meiste Zeit mit ihrer Gehirnfrequenz in der Beta-Ebene aktiv. Hier benötigt es ca. 300 -1000 gedankliche Wiederholungen, um es als die eigene Wahrheit zu empfinden. Die Grafik zeigt die unterschiedlichen Bewusstseinszustände unseres Gehirns. Die Zustände haben alle ihre eigene Gehirnfrequenz.

Eine weitere Möglichkeit, wie sich Glaubenssätze entwickeln, sind die Erfahrungen. Wir erleben im Laufe unseres Lebens auch negative Erfahrungen. Dein Gehirn entwickelt durch diese Erfahrungen oder durch die oben genannten Kindheitserinnerung eine Strategie, wie es mit solchen Ereignissen umgehen soll. Diese Strategie kann jedoch auch gegen dich arbeiten. Denn negative Glaubenssätze schränken dein Leben ein, weil sie deinen Fokus einschränken und verhindern das du deine Ziele erreichst.


Jeder Mensch hat seine ganz persönliche Sicht auf sich, auf die Welt, auf die Menschen und die Zukunft. Du kannst dir das wie eine Brille vorstellen. Ein Mensch, der viele positive Erfahrungen gemacht hat geht mit einer ganz anderen Sicht durch die Welt, wie eine Person die negative Erfahrungen gemacht hat. Diese Sichtweise wird zu 90-95% durch unser Unterbewusstsein beeinflusst. Das bestimmt letztendlich unser Denken und Handeln.


Das Unterbewusstsein

90-95% unser Gehirnleistung findet im Unterbewusstsein statt. Das Unterbewusstsein regelt Körperfunktionen, Emotionen, Gewohnheiten und unser Gedächtnis. Hier ist auch der Ort wo unserer Glaubenssätze, Gewohnheiten, Werte etc. gespeichert sind. Unser Bewusstsein 5-10% ist für Logik, Ratio und Willenskraft zuständig. Daher ist es auch so schwer mit Willenskraft gegen alte Muster anzukämpfen, die bereits über Jahrzehnte in unserm Unterbewusstsein verankert sind. Meist wissen wir nicht einmal welche Glaubenssätze unser Unterbewusstsein gespeichert hat. Daher arbeite ich sehr gerne mit einer energetischen Methoden, die mit dem Unterbewusstsein arbeitet. Denn manche Glaubenssätze sind sehr schwer mit dem Verstand aufzulösen. Wenn du das kennst, kannst du gerne eine Theta Healing® Session bei mir buchen.

Wie wirkt sich das auf unser Leben aus?

Ein Glaubenssatz ist wie ein Schutzmechanismus . Als Kind hast du deine eigene Problemlösungsstrategie entwickelt, weil du zu unerfahren warst mit diesem Problem umzugehen.

Ein Mädchen das z.B. frühentwickelt ist und selbst nicht in der Lage ist, um mit der Aufmerksamkeit der Jungs umzugehen, könnte einen Glaubenssatz entwickeln: „Wenn ich Gewicht zunehme, werde ich weniger attraktiv sein und fühle mich dann sicherer.“ oder „Ich bin erst sicher, wenn ich mehr wiege.“ Wir dürfen nicht unterschätzen wie uns die Kindheitserfahrungen prägen und wie das Auswirkungen auf unser Gewicht und das Verhalten hat. Höre dazu gerne meine Podcast Folge Nummer 5.


Solche Glaubenssätze haben dich früher geschützt und dir gedient, aber heute stehen sie zwischen dir und einer gesunden Beziehung zu deinem Körper und deinem Wohlfühlgewicht.


Glaubenssätze die dein natürliches Essverhalten sabotieren


Ich muss meinen Teller leer essen

Dieser Glaubenssatz stammt meist aus der Kindheit. Wenn deine Eltern dich gezwungen haben deinen Teller leer zu essen könnte folgendes in deinem Kopf entstanden sein: „Ich werde erst geliebt, wenn ich meinen Teller leer esse.“ Hast du dich schon mal gefragt, warum du dich immer überessen musst, obwohl du schon satt bist? Das ist ein klarer Schutzmechanismus, der aus der Kindheit stammt. Weiterhin könnte auch ein schlechtes Gewissen dafür verantwortlich sein, weil du kein Essen wegwerfen möchtest. Aber sei dir gesagt, kein Kind der Welt wird dadurch satt, wenn du dich überisst. Hebe dir die Reste für später auf oder lass dir es im Restaurant einpacken.


Wenn ich bei der Intuitiven Ernährung nur esse, wenn ich hungrig bin, muss ich verzichten

Dieser Glaubenssatz hat mich selbst sehr lange begleitet als ich damals mit der Intuitiven Ernährung angefangen habe. Für mich fühlte sich die Intuitive Ernährung dadurch an wie eine weitere Diät. Dieser Glaubenssatz führt dazu, dass du weiterhin zu viel isst. Daher ist es von großer Bedeutung dir bei der Intuitiven Ernährung nichts zu verbieten und Lebensmittel nicht mehr in Gut oder Schlecht einzuteilen. Als Unterstützung kannst du die Übungen in meinem kostenfreien ebook machen.

Hier geht es zum kostenfreien eBook.


Nur wenn ich schlank bin, bin ich wertvoll.

Das ist ein Glaubenssatz, der dir suggeriert das du nur schlanke Personen geliebt werden, erfolgreich sind und glücklich sein können. Stammt der Einfluss aus deiner Familie? Hast du Erfahrungen gemacht, dass deine „schlankeren“ Freundinnen mehr geliebt worden sind? Hier kannst du dir Vorbilder suchen, die unabhängig von ihrer Figur ein Leben führen, was du dir vorstellst. Ich empfehle ebenso die Arbeit an deiner eigenen Körperakzeptanz sowie generelles verzichten von Bewertungen von Körperbildern.


Ich habe einfach immer Hunger

Ist das wirklich so? Oder dient das nur als Ausrede, um immer zu essen können. Weißt du wie sich dein richtiges physisches Hungergefühl anfühlt? Oder verwechselst du es mit Emotionalem Hunger (Ablenken von Gefühlen, die du nicht spüren möchtest) oder Seelenhunger (deine Seele hungert nach mehr Erfüllung im Leben)? Hier ist es wichtig die Unterschiede kennenzulernen. Warte 4-5 Stunden ab bis zu deiner nächsten Mahlzeit. Welche Körpersignale spürst du? Das ist dein richtiger physischer Hunger und nun ist der richtige Zeitpunkt zum Essen.


Ich schaffe es nicht bei Sättigung mit dem Essen aufzuhören

Mit diesem Satz kreierst du dir deine eigene Erfahrung, die du dir selbst immer wieder bestätigst. Manchmal sabotieren wir uns selbst und merken es nicht einmal. Schaffst du es nicht? Oder möchtest du nicht? Wir schaffen es immer, wenn wir nur wollen. Was dich hier beeinflusst sind die Verbote oder dein Seelenhunger. Verbote führen dazu, dass wir in dem Moment wo wir die Mahlzeit essen, nicht aufhören können, weil es so gut schmeckt oder wir generell zu wenig oder zu spät essen. Bei großen Heisshunger mit dem Essen aufhören ist sehr schwierig. Hast du Seelenhunger? Also hungerst du innerlich nach etwas, was dir fehlt. Vereinfacht gesagt, führt Essen durch die Hormonausschüttung zu guten Gefühlen. Damit geht es uns für kurze Zeit gut und Essen ist deine Ersatzbefriedigung geworden, um kurzfristig gute Gefühle zu bekommen.


Nur wenn ich Diät halte, nehme ich ab.

Hier trifft der Wunsch Schlank zu sein (siehe oben) auf eine Überzeugung. Nämlich das du denkst, dass du nur mit wenig Essen abnehmen kannst. Studien beweisen 90% aller Diäten scheitern. Deine Diäten sind wahrscheinlich bisher auch gescheitert. Sonst würdest du wahrscheinlich nicht diesen Blogbeitrag lesen. Ein Grund dafür sind solche Glaubenssätze. Es ist nicht deine Schuld, dass es bisher nicht geklappt hat. Durch die Intuitive Ernährung hörst du wieder auf Hunger und Sättigung und überisst dich nicht mehr. Damit kannst du durch ein natürliches Kaloriendefizit (falls du mehr wiegst als dein Wohlfühlgewicht) auch abnehmen. Dafür braucht es kein Lowcarb, kein Fasten etc. Das sind unter anderem (nur) Glaubenssätze, die dich blockieren.


Ich liebe es mich zu Überfressen

Manchmal wollen wir uns Essanfälle gar nicht beenden. Du kannst es mit einer ungesunden Beziehung vergleichen, die dir nicht guttut. Die Trennung fällt dir schwer, weil du sonst deine Gewohnheit aufgibst, keine Liebe mehr bekommst und nicht weißt wie es danach weitergehen soll.

So verhält es sich auch bei Fressanfällen. Manchmal haben wir nichts anderes im Leben, was uns gute Gefühle gibt. Manchmal können wir uns nicht vorstellen, wie das Leben ohne unsere Gewohnheit sein würde. Sie gibt uns Schutz, gute Gefühle, wir können uns entspannen, wir können die Kontrolle abgeben (in dieser Welt voller Ansprüche) und sie ist wie ein Freund.

Aber lohnt es sich diese "Beziehung aufrecht zu erhalten? Wie sieht deine Leben aus, wenn du so weitermachst? Wie sieht dein Leben voller Essanfälle in 5, in 10 oder in 15 Jahren aus?

Du musst es wirklich wollen! Sonst wärst du dich nicht vollständig befreien können.



Wie löse ich negative Glaubenssätze auf?



1. Erkenne deinen Glaubenssatz und benenne diesen

Die erste Schritt um eine Veränderung zu bewirken, ist die Erkenntnis. Anschließend benenne diesen Glaubenssatz.

2. Finde den Ursprung heraus

Finde heraus woher dieser Glaubenssatz stammt. Aus deiner Kindheit (Meine Mutter hat immer gesagt, dass...), Erfahrungen,...

3. Erkenne den positiven Nutzen

Jeder Glaubenssatz hat einen positiven Nutzen. Meist ist ein Schutzmechanismus. Finde den positiven Grund und bedanke dich bei deinem Glaubenssatz für den positiven Nutzen.

4. Finde deine neue Wahrheit und lass los

Finde Gründe, Beweise, Fakten und Gegenbeispiele dafür, dass dein alter negativer Glaubenssatz nicht mehr wahr ist und dir heute nicht mehr dient. Lass den Glaubenssatz damit los.

5. Finde einen neuen positiven Glaubenssatz

Finde für dich einen neuen positiven Glaubenssatz, der ab heute für dich gültig ist. Wiederhole ihn regelmäßig damit dein Unterbewusstsein ihn verankert.


Höre auch gerne in den dazugehörigen Podcast rein. Du findest den Podcast ebenfalls auf Spotify, iTunes Podcast und Co.





Alles Liebe deine

Friederike


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