Wie du in 5 Schritten Emotionales Essen durch eine neue Gewohnheit ersetzt

Aktualisiert: Sept 21



Ich habe heute endlich die Lösung, um deine Essanfälle zu beenden. Die Lösung ist so simple, aber es Bedarf am Anfang etwas Geduld und Übung.⁣


"Unser tägliches Handeln geschieht zwischen 30 und 50 Prozent unterbewusst"

Essanfälle oder emotionales Essen sind meist Gewohnheiten. Diese Gewohnheiten sind im „alten“ Gehirn in den sogenannten Basalganglien gespeichert. Das Gehirn wäre ohne Gewohnheiten total überfordert. Unterbewusste Handlungen bestimmen immerhin zwischen 30 und 50 Prozent unser Leben. z.B. Autofahren oder Zähne putzen sind Gewohnheiten, die in den Basalganglien gespeichert sind. Kaffeetrinken, mit Freunden reden oder Verkehrszeichen beachten wären beim Autofahren gar nicht möglich, wenn wir es nicht zu unser Gewohnheit gemacht hätten. Die Gewohnheiten sparen sehr viel Energie. Die Basalganglien übernehmen die Steuerung, während das Gehirn praktisch einschläft. Der Zugriff auf die Basalganglien ist mit dem bloßen Willen kaum möglich, da unsere Gewohnheiten unterbewusst ablaufen



Ein Auslösereiz führt dazu, dass ein Automatismus in Gang gesetzt wird


Du hast nun einen Essanfall und wiederholst diesen immer und immer wieder. Dann wird aus dieser Handlung eine Gewohnheit. Jedes Mal, wenn wir unsere Gewohnheit ausführen, erhalten wir eine Belohnung. Das Gehirn schüttet Hormone aus, die uns glücklich machen. Wenn du z.B. bei Stress immer zur Schokolade greifst, passiert genau das. Alleine der Auslösereiz und das Verlangen nach der Belohnung reichen aus, um das gewohnte Verhalten fast zwangsläufig in Gang zu setzen.⁣


Das Verlangen wird im Laufe der Zeit im stärker. Denn der Auslösereiz und die Belohnung (das Glücksgefühl Dopamin) werden immer stärker verknüpft. Es entsteht ein mächtiges neuronales verankertes Verlangen. Manchmal entsteht das Verlangen so langsam, dass wir die Existenz nicht einmal kennen. Das Verlangen “zwingt“ uns zum Essanfall - obwohl wir die negativen Folgen kennen. Übergewicht, negative Auswirkungen auf die Gesundheit und weitere Spätfolgen werden komplett ausgeblendet.


Wie lautet nun die die Lösung für das Problem?⁣


Unterbreche diese Gewohnheit! Denn mit Willenskraft wirst du es nicht schaffen. Willenskraft ist wie ein Muskel, der irgendwann ermüdet. Daher entstehen Essanfälle auch meist am Abend, da wir dann nicht mehr in der Lage sind die Willenskraft aufrecht zu erhalten. Deshalb müssen wir unsere Gewohnheit verändern. Durch die Wiederholung haben sich bei uns neuronale Bahnen entwickelt. Du kannst dir das wie eine Spur im Neuschnee vorstellen. Je öfter du sie fährst, um so tiefer wird sie. Unterbreche sie und fahre einen neuen Weg und eine neue neuronale Bahn wird entstehen. Gib dem Heißhunger keine Chance. DU hast die MACHT. Eins musst du verinnerlichen und dir immer wieder klarmachen: DU musst deinen VERLANGEN NICHT nachgehen. Das vergessen wir oft und gehen unseren Trieben nach. Das Verlangen wird immer weniger werden - bis er ganz verschwindet. ⁣





Der erste Schritt ist also die Gewohnheit zu stoppen und je länger die Spanne zwischen den Essanfällen wird, desto leichter wird es für dich die Gewohnheit abzulegen. Das ist oftmals nicht so leicht umzusetzen, deswegen müssen wir das Verlangen mit einer einen neuen Gewohnheit, die die gleich Belohnung auslöst, überlagern. Ich verwende deswegen in meinen Coachings das Neuro-Linguistische Programmieren (kurz NLP), um dein Gehirn systematisch neu zu programmieren.



Schlechte Gewohnheiten können wir nicht beenden - wir können sie nur verändern.


Ersetze den gleichen Auslösereiz mit der gleichen Belohnung, um die Gewohnheit zu ändern.



5 Schritte - Wie du deine Essanfälle durch eine neue Gewohnheit ersetzt


Essanfälle oder emotionales Essen sind also oft zur Gewohnheit geworden. Je öfter du diese Gewohnheit ausübst, desto schwieriger ist es davon loszukommen. Ein Auslösereiz taucht auf und wir haben uns einfach angewöhnt im Anschluss eine gewisse Handlung auszuführen. Das ist auch der Grund, warum viele Personen „bingen“ oder zur Schokolade greifen, obwohl sie glücklich sind. Deswegen müssen wir die Gewohnheit mit einer neuen Gewohnheit überlagern. ⁣

Beispiel: Der Stress auf der Arbeit führt bei dir zu einem Essanfall⁣





1. Erkenne das du eine schlechte Gewohnheit aufgebaut hast. ⁣

2. Identifiziere den Auslösereiz/Trigger. Werde dir klar, dass du einen „negativen“ Weg gefunden hast Stress abzubauen. In diesem Fall führt der Stress zu einem Essanfall. Andere kompensieren es mit Rauchen, Trinken, stundenlanges Netflix schauen etc. Hier ist es wichtig zu wissen, dass wir unsere Trigger meistens nicht kennen. Bei meiner Arbeit mit meinen Klienten nutze ich mehrere Techniken. Die Arbeit mit dem inneren Kind ist oftmals der Schlüssel. Dazu aber mehr in den nächsten Wochen. ⁣

3. Finde heraus, warum du das negative Verhalten ausübst. Frage dich: Warum mache ich das? Was gibt mir der Essanfall? Was ist mein Bedürfnis? Ich arbeite bei dieser Frage mit einer Technik aus der Gestalttherapie. Mit der Methode ist einfacher die wirklichen Hintergründe zu erfahren. Bei mir oder vielen anderen Personen waren die Essanfälle oft nur ein Schutzmechanimus, der uns bewahren wollte. Ein Schutz vor Nährstoffmangel, vor der Hungersnot (Diät), Schutz vor Überarbeitung. etc. Statt uns einer Pause zu gönnen, essen wir Lebensmittel mit viel Energie, um weiter leistungsfähig zu sein.⁣

4. Finde eine sinnvolle und gesunde Alternative. Frage dich: Was könnte ich noch machen, um das Bedürfnis zu befriedigen? Was brauche ich wirklich? Was machen andere Personen, wenn sie gestresst sind? Es hört sich so simple an, aber es hat mir zu 1000% geholfen.⁣

5. Ersetze deine Gewohnheit. Probiere es wenigstens für eine gewisse Zeit. 5. erinnerst.


Jeden Essanfall, den du nicht nachgehst - erhöht die Chance, dass du dich davon befreist.






Benötigst du Unterstützung? Dann schreibe mir einfach!




Ich freue mich von dir zu hören!

Alles Liebe


Friederike


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